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NFT kaufen – wie Sie in Non-Fungible Token investieren, Tipps und Tricks zum NFT-Kauf

Das Jahr 2021 hat dem NFT-Handel einen wahren Boom beschert. Während Künstler neue Wege beschreiten, um ihre Werke zu verkaufen und börsennotierte Unternehmen wie adidas oder Nike die Möglichkeiten des Metaverse für sich entdecken, springen auch wohltätige Organisationen auf den Zug auf, um mit dem Verkauf von Non-Fungible Token etwas für den guten Zweck zu tun. Der NFT-Handel entwickelt sich zu einem spannenden Feld für interessierte Anleger. Sie möchten selbst NFT kaufen und vom NFT-Handel profitieren? Direkt zu Beginn haben wir das Wichtigste in Kürze sowie unsere besten Tipps und Empfehlungen für Sie zusammengefasst!

NFT kaufen - Empfehlungen & Tipps

Wer "echte" NFT kaufen möchte, sollte dies über namhafte Anbieter tun. Europäische Krypto-Börsen haben höhere Sicherheitsstandards als zum Beispiel asiatische Anbieter.
Produktempfehlung: NFTs können Sie nur mit der Kryptowährung Ether erwerben. Wenn Sie Ether kaufen wollen, geht das bei Bison*. Die Plattform wurde von Börse Online mit der Note "Sehr Gut Plus" ausgezeichnet.
Unsere Empfehlung: Weniger kompliziert ist die Investition über ein Finanzprodukt wie einen NFT-ETF. Auch mit dem Kauf von verschiedenen Aktien können Sie indirekt an der Entwicklung der Token partizipieren.
Tipp: Wenn Sie NFT kaufen können Sie damit auch gleichzeitig etwas für den guten Zweck tun. Einige wohltätige Organisationen haben spannende Projekte auf die Beine gestellt - für Mensch und Tier.

Non-Fungible Token kaufen - das Wichtigste in Kürze

NFT ist die Abkürzung für "Non-Fungible Token". In der Krypto-Welt sind das nicht austauschbare, digitale Sammelobjekte wie beispielsweise Kunstwerke oder digitale Katzen.
NFTs beruhen auf digitalen Verträgen, den sogenannten Smart Contracts. Erfahren Sie mehr darüber, wie NFTs funktionieren und welche Reaktionen der Krypto-Hype in der (Börsen-)Welt ausgelöst hat.
Wichtig: Wie immer in der Krypto-Welt ist auch der Handel mit NFTs sowohl mit Chancen als auch Risiken verbunden. Sie sollten daher nur Geld investieren, welches Sie auch bereit sind zu verlieren.

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Was sind NFTs?

Non-Fungible Token, auch kurz NFT genannt, sind nicht austauschbare Objekte. Es handelt sich um rein digitale Sammelobjekte, wie beispielsweise Krypto-Kunst, die Sie mit Kryptowährung kaufen können. Allerdings können Sie keines der Objekte physisch anfassen. Sie können NFT kaufen, sammeln und auch wieder verkaufen.

Bereits 2017 wurden die ersten Token im Internet angeboten. Inzwischen boomt der NFT-Handel: So hat das Auktionshaus Christie’s im Jahr 2021 zum ersten Mal rein digitale Bilder verkauft. Stolze 69 Millionen Euro erhält der Künstler Beeple für sein verkauftes Werk „Everydays: The First 5000 Days“.

Das Besondere an NFTs? Sie sind nicht nur einzigartig und fälschungssicher, sondern können auch nicht vermehrt oder zerstört werden, da die Token auf der Blockchain-Technologie basieren. Ebenfalls interessant: Selbst wenn jemand ein NFT besitzt, bleibt es dennoch weiterhin im Internet verfügbar – und jeder kann es ansehen. Allerdings kann es nur eine Person besitzen.

Ob Digitale Katzen oder Spieler des FC Bayern München: Diese NFTs gibt es

Wollten Sie schon immer eine pflegeleichte Hauskatze oder Ihren ganz persönlichen Fussball-Profi? NFTs gibt es viele auf dem Markt – ein Token kreativer als der andere. Mit CryptoKitties können Sie digitale Kätzchen besitzen oder auch neue züchten. Je älter die Katzen sind, desto wertvoller werden sie.

CryptoPunks gehören zu den ersten NFTs und wurden 2017 erschaffen. Unter Sammlern sind die 24 mal 24 Pixel grossen Figuren – denn ihre Anzahl ist limitiert. Lediglich 10.000 CryptoPunks gibt es auf dem NFT-Markt.

Des Weiteren gibt es NFTs für virtuelle Welten, wie beispielsweise Grundstücke oder Häuser. Zu den bekanntesten NFT gehören Kunstwerke und Animationen sowie Zeichnungen, Videos oder Tweets. Auch die Briefmarkensammler kommen auf ihre Kosten: So gibt beispielsweise die österreichische Post sogenannte Crypto Stamps heraus. Dabei gibt es 150.000 NFT-Versionen echter Marken, die Sie sammeln können.

Die Sportwelt kam ebenfalls auf den NFT-Geschmack. Es gibt Spieler des FC Bayern und anderer Vereine als NFT. Diese können Fans in virtuelle Spiele schicken. Neben dem Fussball mischt auch die NBA mit. Zudem gibt es virtuelle Formel-1-Autos. Der Sporthersteller Nike hat ein Patent auf die digitalen Turnschuhe CryptoKicks angemeldet. Andere Turnschuhe stehen aber auch zur Auswahl.

Wie funktionieren NFTs?

Als Teil der Ethereum-Blockchain gehören die Non-Fungible Token zur zweit wertvollsten Kryptowährung des Internets. Doch die Token sind nicht exklusiv bei Ethereum verfügbar, denn sie werden auch von anderen Blockchains angeboten. Jeder NFT besitzt eine einzigartige Kennzeichnung, vergleichbar mit einem menschlichen Fingerabdruck. Diese Kennzeichnung besteht aus Informationsblöcken, welche ihrerseits eine Blockchain bilden und anhand ihrer Daten den Gesamtwert des Objekts darstellen.

Im Grunde kann ein NFT also alles sein – wobei die Exklusivität das entscheidende Merkmal ist. Man erwirbt im Prinzip einen exklusiven Eintrag auf der jeweiligen Blockchain, welcher an das gekaufte Produkt geknüpft ist.

Aber: Allerdings sollte sich jeder Anleger bewusst sein, dass jeder Token ein digitales Produkt ist und der damit verbundene NFT-Handel eine spekulative Investition. So bleibt das geistige Eigentum bei dem Verkauf eines Kunstwerks oder eines Tweets erhalten. Demzufolge können aber auch Kopien weiterhin verbreitet werden.

Welchen Wert haben NFTs?

NFT sind Token, die nicht austauschbar sind. In der Krypto-Welt und auf Blockchains spielen Token eine bedeutende Rolle. Sie dienen dazu, verschiedene Assets und Werte digital zu repräsentieren. Ein Vergleich hierzu sind beispielsweise die Eurobanknoten. Zwar ist jede Banknote nummeriert und somit auch identifizierbar, jedoch haben zum Beispiel alle 10-Euro Banknoten den gleichen Wert. Dahingegen ist ein NFT einzigartig. Denn er ist eindeutig identifizierbar und besitzt einen eindeutigen Ursprung. Des Weiteren kann der Token einen eigenen Wert besitzen. Dieser Wert kann dem Token beliebig zugemessen werden, also beispielsweise durch den Tausch, Handel oder eine Auktion.

Was haben Smart Contracts und die Ether-Plattform mit NFTs zu tun?

Das Konzept eines NFT wurde zum ersten Mal im Januar 2018 in einem sogenannten Ethereum Request for Comments 721 beschrieben. Dieser ERC-721 stellt einen Smart Contract dar, der in der Ethereum-Blockchain gespeichert und ausgeführt wird. Die Besonderheit eines solchen digitalen Vertrags ist, dass er nicht mehr manipuliert werden kann, sobald er auf der Blockchain eingesetzt wurde. Aber was hat das nun mit NFTs zu tun?

NFTs können von einem ERC-721 Smart Contract erzeugt, einem Eigentümer zugewiesen und später auch an andere Besitzer übertragen werden. Wurde ein NFT mithilfe eines Smart Contracts erzeugt, können Sie diesen eindeutig über die Adresse des Smart Contracts und der davon erzeugten Tokennummer identifizieren.

Neben der Tokennummer sowie der Smart Contract Adresse, kann der NFT auch über die Adresse des Wallets, für welche der NFT erzeugt wurde, identifiziert werden.

Hinweis: Anleger sollten wissen, dass das Token weder physisch noch digital in einer Art „Geldbeutel“ gespeichert ist, wie das Wallet vermuten lässt. Stattdessen wird von dem Smart Contract die Information gespeichert, dass ein Token mit einer eindeutigen Nummer jenem Benutzer gehört, welcher der Besitzer des Wallets mit der zugewiesenen Wallet-Adresse ist.

Vom Megatrend profitieren: So können Sie NFT kaufen

NFTs machen digitale Kunst zu Unikaten. Manche Ehepaare haben bereits ihre Ehegelübde als NFT auf der Blockchain verewigen lassen. Die einzigartigen digitalen Besitzurkunden wecken damit das Interesse vieler Anleger und konnten die Preise bereits in eine dreistellige Millionenhöhe treiben. Sie möchten selbst NFT kaufen und vom NFT-Handel profitieren? So geht’s!

NFT kaufen? Nur mit Ether!

Meistens basieren NFTs auf dem Ethereum Tokenstandard ERC-721. Also kurz gesagt: auf der Ethereum-Blockchain. Das bedeutet aber auch gleichzeitig, dass man die Kryptowährung Ether (ETH), welche auf der Ethereum-Blockchain basiert, benötigt, um NFTs kaufen zu können. Ether kann bei verschiedenen Kryptobörsen oder Online-Brokern erworben werden. Bison* wurde von Börse Online mit der Note „Sehr Gut Plus“ ausgezeichnet – dort können Sie auch Ether erwerben.

Wichtig: Allerdings können Sie die Ether, die Sie bei den Online-Brokern erwerben, zumeist nicht auszahlen lassen, weshalb diese sich nicht für den NFT-Handel eignen.

NFT können Sie grundsätzlich bei verschiedenen Online-Marktplätzen erwerben. In der Regel wird der NFT-Handel dabei auf der Ethereum-Blockchain abgewickelt. Zu den bekanntesten Plattformen gehören Binance, FTX, OpenSea, Nifty Gateway, SuperRare oder Rarible. Der grösste Marktplatz für digitale Gegenstände, wie Kunst oder andere Vermögenswerte, ist OpenSea. Einen NFT-Marktplatz basierend auf der Solana-Blockchain bietet die Krypto-Exchange-Plattform FTX. Ausserdem hat die Krypto-Börse Coinbase einen eigenen NFT-Marktplatz angekündigt. Dieser soll zunächst in den USA an den Start gehen. Allerdings gibt es auch eine Warteliste für interessierte Nutzer aus anderen Ländern wie beispielsweise Deutschland. Auch bei berühmten Kunstauktionshäusern wie Christie‘s oder Sotheby’s können Sie NFTs kaufen. Diese haben 2021 erstmalig NFTs versteigert.

NFT-ETF: Der Handel nimmt Fahrt auf – mit einem Haken

Im Jahr 2021 nahm der Hype um Non-Fungible Tokens an Fahrt auf. Grosskonzerne wie Disney und adidas veröffentlichten diverse Sammelkollektionen. Auch an der Wall Street ging der Megatrend nicht spurlos vorüber – denn nun wird dort der erste NFT-ETF gehandelt. Allerdings mit einigen Einschränkungen.

Der NFT-ETF ist seit dem 2. Dezember 2021 an der US-Börse NYSE gelistet. Mit ihm sollen nun auch Anleger in den Trend der digitalen Sammelobjekte investieren können, ohne die Rechte an den NFTs selbst kaufen zu müssen. Der börsengehandelte Fonds wurde von dem ETF-Verwalter Defiance ins Leben gerufen. Defiance bildet bereits Trends wie SPACs, 5G-Technologie oder Wasserstoff mit seinen Finanzprodukten ab.

Aber: Der ETF selbst ist nicht in NFTs investiert. Stattdessen kauft er unter anderem Anteilsscheine von börsennotierten Konzernen, welche bereits im NFT-Markt vertreten sind. Damit sollen die Aspekte eines NFT-Marktplatzes abgebildet werden. Im NFT-ETF finden sich also neben Technologieunternehmen wie Cloudflare ebenfalls Anteile der Krypto-Handelsplattform Coinbase. Aber auch Konzerne wie Funko oder DraftKings, die selbst bereits NFTs verkauft haben, finden sich darin.

Kann man mit Non-Fungible Token reich werden?

NFTs sind dazu gedacht, sie zu kaufen, zu sammeln und zu verkaufen. Manche Non-Fungible Token bekommen Anleger bereits für ein paar wenige Euro, andere NFT kosten schon mehrere tausend Euro. Haben Anleger ein Gespür dafür, können sie mit den Token Geld verdienen. Aus einer Studie des Branchendienstes Chainanalysis geht allerdings hervor, dass nur wenige Investoren mit dem NFT-Handel erfolgreich sind. CryptoPunks wurden beispielsweise zu Beginn kostenlos gehandelt. Mittlerweile zahlen Sammler der digitalen Figuren bis zu 100.000 Euro dafür. Doch auch hier gilt: Man sollte stets Vorsicht walten lassen. Denn die NFT-Blase könnte jederzeit platzen und die gekauften Stücke damit nichts mehr wert sein.

Tipp: Sie können auch eigene NFT erschaffen und verkaufen. Jedoch rentiert sich das meistens nur, wenn Sie sich bereits einen bekannten Namen in der Künstlerwelt und Krypto-Szene gemacht haben.

NFT kaufen für einen guten Zweck: Golden NFT oder Non-Fungible Animals

Manche Organisationen haben in den NFTs eine Möglichkeit entdeckt, mit dem Megatrend gleichzeitig etwas Gutes zu tun. So möchte die Natur- und Umweltschutzorganisation WWF beispielsweise den Hype nutzen, zehn bedrohte Tierarten zu retten. Dafür haben zehn renommierte Künstler limitierte Krypto-Kunstwerke, die sogenannten Non-Fungible Animals (NFA), geschaffen. Dabei entspricht die Auflage der Kunstwerke pro Tierart der tatsächlichen Anzahl der in freier Wildbahn lebenden Tiere. Der WWF setzt den Erlös der NFAs für die Rettung und den Schutz der bedrohten Tiere ein.

Doch nicht nur Tieren sondern auch Menschen soll mithilfe des Megatrends geholfen werden. Mit der Krypto-Aktion „GoldenNFT“ wollen Künstler Flüchtlinge unterstützen. Bei dem Projekt will ein Künstlerkolletkiv mit dem Verkauf der virtuellen Token Menschen auf der Flucht zu einem sogenannten „Goldenen Visa“ verhelfen und den Geflüchteten damit die Möglichkeit bieten, ein Visum für die EU-Staaten zu erhalten.

NFT-Trend: Reaktionen auf den Krypto-Hype

2021 konnten sich so manche Menschen, die ein Video oder Meme ins Internet gestellt hatten, das viral ging, eine goldene Nase verdienen. Der Verkauf des Originalfotos als NFT vom Meme „Disaster Girl“ brachte der Familie rund 340.000 Euro ein. Aber auch eines der populärsten Videos aller Zeiten – „Charlie bit my finger – again“ – konnte bei der Auktion des NFT einer Familie 622.000 Euro bescheren. Zuletzt wurde im Dezember 2021 die erste SMS der Welt als NFT versteigert. Die Text-Nachricht mit dem Inhalt „Merry Christmas“ brachte satte 107.000 Euro ein. Den Erlös des Verkaufs möchte Vodafone dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zukommen lassen. Wie die restliche (Börsen-)Welt auf den Krypto-Hype reagiert hat, erfahren Sie hier!

Ehemalige First Lady steigt in digitalen Kunsthandel ein

Auch die ehemalige First Lady Melania Trump hat die Begeisterung um die digitalen Sammelobjekte gepackt, weshalb sie kurzerhand ins NFT-Geschäft einstieg.

Auf ihrer Website verkauft sie als Erstes ein Aquarell des französischen Modezeichners Marc-Antoine Coulon mit dem Titel „Melania’s Vision“, welches ihre „kobaltblauen Augen“ darstellt. Ausserdem enthält das Kunstwerk auch eine Ton-Aufnahme von Melania Trump mit einer „Botschaft der Hoffnung“. Eine limitierte Auflage des digitalen Werkes kann ab ca. 188 Dollar pro Stück erworben werden.

Zukünftig will die Ehefrau des früheren US-Präsidenten Donald Trump auf ihrer Website MelaniaTrump.com regelmäßig NFT-Werke anbieten. Ein Teil des Erlöses soll dazu verwendet werden, Kindern und Jugendlichen aus Pflegeheimen oder -familien Informatik-Unterricht zu geben, um ihnen das Programmieren und Software-Entwicklung beizubringen.

Erste dezentrale Open-Source-Blockchain-Plattform auf NFT-Basis

Die ReserveBlock Foundation ist die erste Open-Source-Plattform, die die Schaffung einer dezentralen NFT Centric Blockchain ermöglicht. Diese wird unabhängig verwaltet und soll NFTs für alle demokratisieren. Sobald es veröffentlicht ist, soll das Netzwerk ein skalierbares, nutzwertgesteuertes Protokoll mit On-Chain-Funktionen für dezentralisierte Speicherung, programmierbaren Smart Contracts, On-Chain-Durchsetzung von Lizenzgebühren und sich entwickelnden NFT-Funktionen ermöglichen. Das wiederum soll eine Nutzung des offenen Marktes durch jedermann ohne die Notwendigkeit zentraler Behörden oder Marktplätze zu nahezu null Transaktionsgebühren ermöglichen. Dabei wird das Netz von einer Masternode-Infrastruktur verwaltet, welche eine vollständige Kohlenstoffneutralität ermöglicht. Die Funktionalität und der Nutzen werden davon jedoch nicht beeinträchtigt.

Nike kauft NFT-Hersteller

Durch eine Übernahme hat sich der Sportartikelhersteller Nike Verstärkung mit an Bord geholt. Mit dem Kreativstudio RTFKT sichert sich das US-Unternehmen Zugang zum Metaverse. Neben Sportschuhen, Sportkleidung und Sportausstattung werden künftig auch virtuelle Sneaker das Produktportfolio von Nike ergänzen.

Wie viel Geld sich Nike die Übernahme hat kosten lassen, ist nicht bekannt. Auch über die Art und Weise, wie eine künftige Zusammenarbeit aussehen wird, schweigen sich die Unternehmen aus. Dafür muss man allerdings nur das Geschäftsmodell von RTFKT genauer betrachten: Das Unternehmen designt und entwirft Produkte und bietet diese als Non-Fungible Token an. So könnten möglicherweise in Zukunft Avatare in Videogames mit virtuellen Nike-Sneakern ausgestattet werden.

Nike geht damit in die Offensive und folgt offenbar seinem direkten Konkurrenten adidas ins Metaverse. Im letzten Quartal von 2021 hatte der deutsche Konzern mit einer Reihe von Kooperationen das Rennen um die virtuelle Welt im Sportartikelgeschäft eröffnet.

Diese Aktien könnten vom NFT-Hype profitieren

Non-Fungible Tokens sind in aller Munde. Auch von börsennotierten Unternehmen erfährt der Eigentumsnachweis für digitale Assets immer mehr Aufmerksamkeit, da sie die NFTs für sich entdeckt haben. Um vom NFT-Handel zu profitieren, gibt es verschiedene Wege: Als Anleger können Sie entweder direkt in die einzigartigen und nicht austauschbaren, digitalen Güter investieren – oder Sie nehmen den indirekten Weg, indem Sie Ihr Geld in Unternehmen anlegen, die vom NFT-Trend profitieren. So gibt es eine ganze Reihe von Unternehmen am Aktienmarkt, auf die Sie einen Blick werfen sollten, wenn Sie sich für NFTs interessieren.

DraftKings-Aktie

Der US-Sportwetten- und Fantasie-Sport-Anbieter DraftKings gehört zu den grössten Playern im NFT-Bereich. Im August hatte das Unternehmen einen eigenen NFT-Marktplatz eröffnet. Zum Launch hatte DraftKings mit der Tom Brady-NFT-Kollektion direkt einen Verkaufsschlager im Angebot. Über den Marketplace können Nutzer digitale Sportlersammelstücke erwerben, verkaufen und tauschen. DraftKings brachte damit das erfolgreiche Sammelkartengeschäft im Sportbereich in die digitale Welt. Dabei setzt das Unternehmen insbesondere auf jüngere, internetaffine Spieler, die ihre Idole als NFTs statt als physische Karten erwerben und sammeln wollen. Auch Starinvestorin Cathie Wood scheint ebenfalls vom Potenzial von DraftKings überzeugt zu sein. Mit ihrer Investmentgesellschaft ARK Invest hat sie in das Unternehmen investiert.

Cloudflare-Aktie

Der Cloudanbieter Cloudflare könnte ebenfalls vom NFT-Boom profitieren. Während das Unternehmen ursprünglich mit Sicherheitsangeboten für Cloud-Services bekannt geworden ist, hat es seit April 2021 auch ein NFT-Tool im Angebot. Das Tool ermöglicht es Videoherstellern, Inhalte mit NFTs zu verknüpfen. Damit können sie sich ein Eigentumsrecht auf von ihnen erstellte Videos sichern. Das Geschäft ist aber noch ausbaufähig: Denn neben Videos könnten auch auf andere digitale Assets die Eigentumsrechte so gesichert werden. Da sie das NFT-Geschäft als ähnlich innovativ einstuft, wie seinerzeit das Internet, ist Cathie Wood auch bei Cloudflare ist investiert.

Dolphin Entertainment-Aktie

Das US-Unternehmen Dolphin Entertainment, welches Unterhaltungs- und Premium-Inhaltsdienste vermarktet, gehört ebenfalls zur Gruppe der Unternehmen, die mit Non-Fungible Tokens Geld verdienen. Im März 2021 ist das Unternehmen in Kooperation mit der Hall of Fame Resort & Entertainment Company und Elite Holdings LLC in das NFT-Geschäft eingestiegen. Im August 2021 machte das Unternehmen dann Pläne für die Einführung eines NFT-Sportmarktplatzes öffentlich. Auf diesem sollen Anleger große Sport- und Unterhaltungsmarken als NFTs handeln können. Dem umständlichen Kauf von NFTs möchte CEO Bill O’Dowd ebenfalls den Kampf ansagen und kündigte an, genau dieses Problem in Zusammenarbeit mit der Kryptobörse FTX angehen zu wollen.

Funko-Aktie

Der Spielwarenhersteller Funko ist insbesondere durch seine Sammelpuppen Funko Pop! bekannt geworden. Ausserdem verfügt das Unternehmen über umfangreiche Erfahrungen im Bereich Popkultur. Jüngst ist es auch im NFT-Geschäft aktiv geworden und hat seinen Geschäftsbereich durch digitale Sammelgüter erweitert. Funko hat sich dafür eine Mehrheitsbeteiligung an TokenWave gesichert. TokenWave ist einer der führenden Entwickler in diesem Bereich. Die NFTs von Funko werden auf der Worldwide Asset eXchange (WAX)-Plattform verkauft, einer dezentralen Wallet in der Blockchain.

eBay-Aktie

Wenn Sie sich für den NFT-Markt interessieren, könnte sich auch ein Blick auf den Internetkonzern eBay für Investoren lohnen. Das Unternehmen will seinen Usern ermöglichen, über seine weltweite Verkaufsplattform NFTszu veräussern. Vertrauenswürdige Verkäufer, die die Standards des Unternehmens erfüllen, könnten dann in den Kategorien Sammelkarten, Musik, Unterhaltung und Kunst digitale Assets verkaufen. Ausserdem hat eBay eine mögliche weitere Öffnung für Kryptowährungen und andere digitale Vermögenswerte im Blick. Insbesondere auf Programme, Richtlinien und Tools, die es den Kunden ermöglichen, NFTs in einer breiteren Palette von Kategorien einfacher und sicherer zu kaufen und zu verkaufen, solle man gespannt sein.

Mattel, adidas und Nike

Der Spielwarenriese Mattel hat ebenfalls erste Schritte in der Welt der Non-Fungible Tokens unternommen. Im November 2021 brachten die US-Amerikaner eine neue NFT-Serie namens Hot Wheels NFT Garage auf den Markt. Partner in diesem Bereich war Worldwide Asset eXchange. Auch die Sportartikelhersteller adidas und Nike haben Ambitionen in diesem Segment angemeldet: Während die Deutschen insbesondere das Metaverse ins Visier genommen haben und mit Partnerschaften virtuelle adidas-Kleider in NFT-Form unters Volk bringen wollen, hat Konkurrent Nike ein eigenes „Nikeland“ geschaffen, um auf der Spielplattform Roblox eine virtuelle Nike-Welt zu generieren.

Fazit: Die Rolle der NFTs in der Zukunft

Betrachtet man die Non-Fungible-Tokens genauer, ergibt sich eine Fülle an Möglichkeiten für deren Rolle in der Zukunft: So könnten NFTs beispielsweise als Echtzeit-Zertifikate für digitale Dateien wie Musik oder echte Objekte wie Gemälde dienen. Auch im Freizeitbereich – insbesondere in der Unterhaltungsbranche – könnten die Token eine praktische Funktion übernehmen. Ob im Kino oder für ein Konzert: Als Eintrittskarten wären sie vielfältig einsetzbar, weil sie nicht gefälscht werden können. Computerspieler könnten NFTs für den Kauf von In-Game-Artikeln nutzen. So hätten sie beispielsweise die Möglichkeit, Ausrüstung zu tauschen oder zu verkaufen. Des Weiteren wären NFTs vor allem im öffentlichen Raum zur eindeutigen Identifizierung, beispielsweise im Kontakt mit Behörden, denkbar.

So viele positive Aspekte die Non-Fungible Tokens auch aufweisen: Mit den meisten NFTs wird sich vermutlich kaum Geld verdienen lassen – nicht zuletzt wegen ihres teilweise inflationären Charakters. So stehen zwar jeden Tag rund 10.000 neue Stücke zum Verkauf, doch es gibt nicht genügend Käufer. Unter diesen Umständen wird eine kräftige Marktbereinigung langfristig kaum vermeidbar sein. Wie eine solche Korrektur bei NFTs jedoch aussehen könnte, ist völlig offen.

NFT kaufen - das sollten Sie tun

1
Informieren Sie sich über das Potenzial der unterschiedlichen NFTs und entscheiden Sie, welches digitale Sammlerstück für Ihre Investition infrage kommt.
2
Sie können NFT kaufen - aber auch verkaufen, wenn Sie in der Künstlerszene aktiv sind. Mit einer Investition in NFTs können sie auch etwas für den guten Zweck tun.
3
Besonders einfach nehmen Sie an der Wertentwicklung von NFTs mit einem NFT-ETF teil. Oder investieren Sie in die Aktien von Unternehmen, die im NFT-Handel aktiv sind.
4
"Echte" NFT kaufen Sie an Krypto-Börsen oder auf Marktplätzen.
5
Vergleichen Sie zunächst verschiedene Angebote. Dann kaufen Sie Ihren bevorzugten Non-Fungible Token.

Beitrag verfasst von:

JASMIN MENCIN – RATGEBER-REDAKTEURIN

Jasmin Mencin - Redakteurin finanzen.net RatgeberJasmin Mencin ist seit Anfang 2021 Teil der Ratgeber-Redaktion. Sie ist zuständig für die Themen Robo-Advisor, Corona-Rubrik und Kryptowährungen. Ihr Studium in den Fächern Germanistik und Pädagogik hat sie mit einem Master abgeschlossen. Während ihres Studiums sammelte sie bereits erste Erfahrungen als Content Writerin im Bereich Sprachen.

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Bildquelle: archy13 / Shutterstock.com

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